Kunststoff statt Karton: Wann sich Mehrweg in der Logistik rechnet

Bei wiederkehrenden Transporten entscheidet nicht allein der Preis einer Verpackung. Umlaufzahl, Rücktransport, Lagerplatz und Lebensdauer beeinflussen die tatsächlichen Kosten. Mehrwegbehälter aus Kunststoff können dabei wirtschaftliche und logistische Vorteile verbinden. Der WERIT Drehstapelbehälter DSB-N zeigt, wie das in der Praxis aussehen kann.

Die Verpackungskosten beginnen nicht beim Einkauf

Kartonagen haben klare Vorteile. Sie sind günstig in der Anschaffung, lassen sich flexibel einsetzen und benötigen nach der Lieferung keine Rückführung.

Bei regelmäßig wiederkehrenden Transporten entstehen jedoch weitere Kosten. Der Karton muss nach dem Gebrauch entsorgt und für den nächsten Transport ersetzt werden. Gleichzeitig entstehen Abfälle und zusätzlicher Aufwand für Beschaffung, Lagerung und Entsorgung.

Bei häufigen Transportzyklen verändert sich damit die Betrachtung der Verpackungskosten. Entscheidend ist nicht mehr allein der Einkaufspreis einer Verpackung. Entscheidend sind die Gesamtkosten über ihren gesamten Einsatzzeitraum.

Mehrwegbehälter für wiederkehrende Transportprozesse

Kunststoff-Mehrwegbehälter sind für wiederkehrende Transportaufgaben ausgelegt. Sie können über zahlreiche Umläufe eingesetzt werden und behalten dabei ihre Form und Stabilität.

Der WERIT Drehstapelbehälter DSB-N wurde für den leichten industriellen Einsatz entwickelt. Die Behälter lassen sich im befüllten Zustand stapeln. Für den Rücktransport oder die Lagerung werden sie im Leerzustand durch eine 180-Grad-Drehung ineinander genestet.

Dadurch reduziert sich das benötigte Volumen leerer Behälter um bis zu 65 %. Das senkt den Platzbedarf im Lager und verbessert die Auslastung beim Rücktransport.

Weniger Leerraum, effizientere Transporte

Der Rücktransport leerer Verpackungen gehört bei Mehrwegsystemen zu den entscheidenden Faktoren.

Genau hier bietet der DSB-N einen praktischen Vorteil. Die Behälter benötigen im leeren Zustand deutlich weniger Raum als im befüllten Zustand. Unternehmen können dadurch vorhandene Lager- und Transportkapazitäten besser nutzen.

Ein einfaches Beispiel:

100 leere Behälter benötigen durch die Nestbarkeit deutlich weniger Raum als 100 einzelne, nicht nestbare Behälter. Das reduziert den benötigten Laderaum und kann die Zahl der notwendigen Rücktransporte verringern.

Für Unternehmen mit regelmäßigen Warenströmen zwischen Lieferanten, Produktionsstandorten und Kunden entsteht dadurch ein direkter logistischer Vorteil.


Robust im täglichen Einsatz

Ein Mehrwegbehälter muss mehr leisten als eine Einwegverpackung. Er muss viele Transporte, das Be- und Entladen sowie die tägliche Handhabung überstehen.

Der DSB-N besteht aus HDPE. Durch das Material und seine Formgebung ist der Behälter schlagfest, bruchsicher und formstabil. Glatte Flächen erleichtern die Reinigung. Der Behälter ist zudem gegen Säuren und Laugen unempfindlich sowie kälte- und hitzebeständig.

Für die manuelle Handhabung stehen ergonomische Grifföffnungen zur Verfügung. Gleichzeitig eignet sich der DSB-N auch für den Einsatz in automatisierten Förderprozessen.

Damit lässt sich ein Mehrwegbehälter in unterschiedliche Logistikprozesse integrieren, ohne das Verpackungskonzept für jeden Prozess neu aufzubauen.


Mehrweg reduziert Verpackungsabfälle

Ein zentraler Vorteil von Mehrweg liegt in der Anzahl der möglichen Umläufe.

Eine Kartonage endet nach einem einzelnen Transport häufig im Recycling- oder Entsorgungsprozess. Ein Mehrwegbehälter bleibt dagegen im Kreislauf und kommt nach der Rückführung erneut zum Einsatz.

Der DSB-N ist zu 100 % recycelbar. Damit endet der Materialkreislauf auch nach der Nutzungsphase nicht zwangsläufig mit der Entsorgung.

Für Unternehmen bedeutet das: Die Verpackung wird vom Verbrauchsartikel zum Bestandteil eines wiederkehrenden Logistikprozesses.

Nachhaltigkeit beginnt bei der Prozessbetrachtung

Bei der Entscheidung zwischen Einweg und Mehrweg reicht es nicht aus, nur das Verpackungsmaterial zu betrachten.

Entscheidend sind unter anderem:

  • Wie häufig findet der Transport statt?
  • Wie viele Umläufe erreicht die Verpackung?
  • Wie weit muss die Verpackung zurückgeführt werden?
  • Wie viel Platz benötigt sie beim Rücktransport?
  • Wie hoch sind die Kosten für Beschaffung und Entsorgung?
  • Welche Anforderungen stellt der Transport an Stabilität und Hygiene?
  • Lässt sich die Verpackung in bestehende Prozesse integrieren?

Bei regelmäßig wiederkehrenden Transporten sprechen viele dieser Faktoren für ein Mehrwegsystem.

Der DSB-N verbindet Mehrweg und Platzersparnis

Der WERIT DSB-N zeigt, wie sich mehrere Anforderungen in einem Behälter kombinieren lassen.

Der Drehstapelbehälter kann befüllt gestapelt werden. Im Leerzustand wird er durch eine 180-Grad-Drehung genestet. Dadurch erreicht er eine Volumenreduzierung von bis zu 65 %.

Die verfügbaren Varianten basieren unter anderem auf dem Grundmaß 600 x 400 mm. Für die DSB-N Serie stehen unterschiedliche Höhen und Ausführungen zur Verfügung. Passendes Zubehör wie Stülpdeckel, Krokodildeckel und Rollwagen erweitert die Einsatzmöglichkeiten.

Damit eignet sich der DSB-N beispielsweise für:

  • innerbetriebliche Transporte
  • Lieferungen zwischen Produktionsstandorten
  • Zulieferlogistik
  • Lager- und Kommissionierprozesse
  • industrielle Transportkreisläufe
  • Anwendungen mit wiederkehrenden Warenströmen

Mehrweg muss zum Logistikprozess passen

Der Wechsel von Karton zu Kunststoff sollte nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist das gesamte System.

Dazu gehören Behälter, Deckel, Paletten, Rückführungsprozesse, Lagerung und Transport. Auch die Anzahl der Umläufe spielt eine zentrale Rolle.

WERIT bietet neben Drehstapelbehältern weitere Mehrweg-Transportverpackungen an. Dazu gehören unter anderem Euronorm-Stapelkästen, Drehstapelbehälter Twistbox, Automationsbehälter der INTRAbox-Serie, Fleischkästen und Großbehälter.

Damit lässt sich je nach Anwendung eine passende Behälterlösung für unterschiedliche logistische Anforderungen zusammenstellen.

Der Wechsel von Einweg zu Mehrweg ist eine strategische Entscheidung


Karton bleibt für bestimmte Anwendungen sinnvoll. Dazu gehören beispielsweise einmalige Transporte, sehr geringe Umlaufmengen oder Lieferketten ohne praktikable Rückführung.

Bei regelmäßigen Transporten lohnt sich dagegen eine genaue Betrachtung des Mehrwegpotenzials.

Die entscheidende Frage lautet dann nicht: „Was kostet ein Behälter?“

Sondern: „Was kostet mein Verpackungssystem über die gesamte Nutzungsdauer?“

Genau hier kann Mehrweg seine Vorteile ausspielen. Eine robuste Verpackung, viele Umläufe, weniger Verpackungsabfall und ein reduziertes Volumen beim Rücktransport verbinden wirtschaftliche und ökologische Ziele.

Der WERIT DSB-N ist dafür ein konkretes Beispiel. Er zeigt, wie ein Mehrwegbehälter nicht nur Verpackungsabfall reduziert, sondern gleichzeitig Lager- und Transportprozesse effizienter gestalten kann.

Die Zukunft der Logistik liegt deshalb nicht allein in neuen Materialien. Sie liegt vor allem in besseren Kreisläufen. Und Mehrweg ist ein wichtiger Bestandteil davon.

Ich berate Sie gerne

Christian Seidel

Produktmanager Mehrweg Transport Behälter und Kunststoffpaletten

Tel. +49 2681 807 132

Christian.Seidel@werit.eu